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Geldanlage als Pop-Art · 2026
Automatisch investieren, ohne jeden Tag Kurse zu checken: Wir zeigen dir, welcher beste Robo Advisor zu deinem Budget, deiner Geduld und deinem Risikogefühl passt – mit klaren Zahlen statt Marketing-Sprech.
Jetzt Testsieger ansehenFünf Anbieter, fünf Farben, eine identische Prüfung. Jede Karte zeigt Gesamtnote, aktuelles Startangebot und die Stärken, die im Test besonders aufgefallen sind.
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| Anbieter | Note | Mobile App | Schnelle Auszahlung | Krypto | Support 24/7 |
|---|---|---|---|---|---|
| Casino Royale | 9.8 | – | ✔ | ✔ | – |
| GoldBet Pro | 9.6 | ✔ | – | – | – |
| StarPlay | 9.4 | – | ✔ | – | – |
| LuxuryBet | 9.2 | – | – | – | ✔ |
| CryptoKing | 9.0 | – | ✔ | ✔ | – |
| Gesamtkosten p.a. | Kosten Jahr 1 | Nach 10 Jahren* | Einordnung |
|---|---|---|---|
| 0,5 % | 50 € | ca. 690 € | Sehr günstig |
| 0,8 % | 80 € | ca. 1.100 € | Marktüblich |
| 1,0 % | 100 € | ca. 1.380 € | Eher teuer |
| 1,3 % | 130 € | ca. 1.790 € | Premium-Niveau |
*Vereinfachte Rechnung bei angenommenen 5 % Rendite pro Jahr, ohne Steuern. Keine Garantie künftiger Wertentwicklung.
Drei schnelle Fragen – und du siehst, welches Profil für dich der beste Robo Advisor sein könnte.
1. Wie fühlst du dich bei einem Minus von 20 % im Depot?
2. Wie lange willst du anlegen?
3. Was ist dir am wichtigsten?
Annahme: 5 % Bruttorendite pro Jahr, rein illustrativ.
Wer heute Geld langfristig und ohne großen Zeitaufwand anlegen möchte, stößt schnell auf die Frage, welcher der beste Robo Advisor für die eigene Situation ist. Digitale Vermögensverwalter versprechen eine professionell gestreute Geldanlage, automatische Anpassungen und niedrige Kosten, oft schon ab wenigen Euro im Monat. Die Unterschiede zwischen den Anbietern sind allerdings größer, als die meist sehr ähnlich wirkenden Webseiten vermuten lassen. Gebühren, Anlagephilosophie, verwendete ETFs, Mindestanlage und Zusatzfunktionen variieren teils deutlich.
In diesem Ratgeber erfährst du, wie Robo-Advisor funktionieren, nach welchen Kriterien wir die Anbieter bewerten und worauf du bei der Auswahl achten solltest. Eine pauschale Empfehlung, die für alle gilt, gibt es nicht. Der beste Robo Advisor für eine 25-jährige Berufseinsteigerin mit 50 Euro Sparrate sieht anders aus als für einen 55-jährigen Unternehmer, der eine Einmalanlage von 200.000 Euro plant. Genau deshalb lohnt es sich, die Angebote systematisch zu vergleichen, statt nur auf die günstigste Gebühr oder die beste vergangene Rendite zu schauen.
Grundsätzlich lässt sich festhalten: Ein guter digitaler Vermögensverwalter überzeugt durch Transparenz, faire Gesamtkosten, eine nachvollziehbare Strategie und eine solide Regulierung. Ob dein Geld dabei in Aktien, Anleihen, Gold oder Geldmarkt-Produkte fließt, hängt von deiner Risikobereitschaft und deinem Anlagehorizont ab. Wenn du diese beiden Faktoren ehrlich einschätzt, hast du bereits den wichtigsten Schritt zur richtigen Entscheidung getan.
Robo-Advisor sind vor allem für Menschen interessant, die zwar von den Chancen der Kapitalmärkte profitieren möchten, aber keine Lust oder Zeit haben, sich selbst um die Auswahl einzelner ETFs, das regelmäßige Umschichten und die Kontrolle der Gewichtungen zu kümmern. Typische Nutzergruppen sind:
Weniger geeignet sind Robo-Advisor für Anleger, die aktiv Einzelaktien handeln, auf kurzfristige Kursbewegungen setzen oder jede Position selbst bestimmen möchten. Für sie ist ein klassisches Depot bei einem Online-Broker meist die bessere Wahl.
Der Ablauf ist bei nahezu allen Anbietern ähnlich und in wenigen Schritten erledigt. Trotzdem lohnt sich ein genauer Blick, denn die Qualität der einzelnen Schritte entscheidet darüber, ob die Anlage später wirklich zu dir passt.
Zu Beginn beantwortest du Fragen zu deinen finanziellen Verhältnissen, deinem Einkommen, deinen Ersparnissen, deinem Anlageziel und deiner Erfahrung mit Wertpapieren. Besonders wichtig sind Fragen zur Risikobereitschaft: Wie würdest du reagieren, wenn dein Depot innerhalb eines Jahres 20 oder 30 Prozent an Wert verliert? Würdest du verkaufen, abwarten oder sogar nachkaufen? Aus deinen Antworten leitet der Algorithmus eine Risikoklasse ab. Seriöse Anbieter sind gesetzlich verpflichtet, diese Daten zu erheben, um eine geeignete Anlage vorzuschlagen.
Auf Basis deines Profils erhältst du einen Portfoliovorschlag. Meist siehst du dort die Aufteilung zwischen Aktien und Anleihen sowie gegebenenfalls Beimischungen wie Gold, Rohstoffe oder Immobilien-ETFs. Gute Anbieter zeigen dir auch, welche ETFs konkret verwendet werden, wie hoch deren laufende Kosten sind und welche Schwankungen in der Vergangenheit aufgetreten sind. Du kannst den Vorschlag annehmen oder in vielen Fällen eine etwas risikoreichere oder defensivere Variante wählen.
Anschließend eröffnest du ein Depot bei der Partnerbank des Robo-Advisors. Die Legitimation erfolgt per Video-Ident oder über eine Online-Ausweisfunktion. Danach überweist du deinen Anlagebetrag oder richtest einen Sparplan ein, der monatlich ausgeführt wird. Die meisten Anbieter ermöglichen beides: eine Einmalanlage und eine regelmäßige Sparrate.
Ab jetzt übernimmt der Robo-Advisor. Weichen die Gewichtungen durch Kursbewegungen zu stark von der Zielaufteilung ab, wird automatisch umgeschichtet. Steigen etwa Aktien kräftig, verkauft das System einen Teil und kauft Anleihen nach, um das ursprüngliche Risikoprofil wiederherzustellen. Dieses sogenannte Rebalancing ist einer der größten Vorteile, denn viele Privatanleger vergessen es oder scheuen sich davor, Gewinner zu verkaufen. Einige Anbieter investieren zusätzlich Ausschüttungen automatisch wieder und nutzen den Sparerpauschbetrag steueroptimiert.
Hier liegt einer der wichtigsten Unterschiede zwischen den Anbietern. Die Mehrheit verfolgt einen passiven Ansatz: Das Portfolio bildet mit ETFs breit gestreut die weltweiten Märkte ab, die Gewichtung bleibt bis auf das Rebalancing stabil. Andere setzen auf ein aktives Risikomanagement, bei dem die Aufteilung je nach Marktlage verändert wird. Das kann in Krisen Verluste begrenzen, führt aber nicht selten dazu, dass Erholungsphasen verpasst werden. Wissenschaftliche Studien sprechen langfristig eher für den passiven Weg, weil er günstiger ist und Fehlentscheidungen beim Markttiming vermeidet. Welcher Ansatz für dich besser passt, ist letztlich auch eine Frage deiner persönlichen Überzeugung.
Für unsere Bewertung haben wir die Anbieter anhand mehrerer Kriterien analysiert. Kein einzelner Faktor ist allein ausschlaggebend, entscheidend ist das Gesamtbild. Die folgenden Punkte solltest du auch bei deinem eigenen Vergleich berücksichtigen.
Die Gebühren sind langfristig der Faktor mit dem größten Einfluss auf deine Rendite, den du sicher kontrollieren kannst. Wichtig ist, nicht nur auf die Verwaltungsgebühr zu schauen, sondern die Gesamtkosten zu betrachten: Servicegebühr, Produktkosten der ETFs (TER) und eventuelle Transaktionskosten. Ein Unterschied von 0,5 Prozent pro Jahr klingt gering, summiert sich über 30 Jahre aber schnell auf einen fünfstelligen Betrag.
Wir prüfen, wie breit das Portfolio gestreut ist, ob weltweit investiert wird und welche Anlageklassen enthalten sind. Ein solides Portfolio enthält Aktien aus Industrie- und Schwellenländern, hochwertige Anleihen und je nach Anbieter Beimischungen wie Gold oder Immobilien. Auch die Frage, ob nachhaltige ETFs verfügbar sind, spielt für viele Anleger eine Rolle.
Ein guter Anbieter legt offen, welche Produkte er verwendet, wie die Strategie funktioniert und wie sich die Portfolios in der Vergangenheit entwickelt haben. Wenn du erst nach langer Suche oder gar nicht lesen kannst, welche ETFs in deinem Depot liegen, ist das ein Warnsignal.
Wie hoch ist die Mindestanlage? Kann der Sparplan jederzeit angepasst, pausiert oder gekündigt werden? Sind Entnahmen kurzfristig möglich? Gibt es eine Entnahmeplan-Funktion für den Ruhestand? Flexibilität ist besonders wichtig, wenn sich deine Lebensumstände ändern.
Die meisten Nutzer verwalten ihr Depot heute per Smartphone. Eine übersichtliche App mit klarer Darstellung der Wertentwicklung, einfachen Einstellungen für den Sparplan und schnellem Zugriff auf Dokumente erleichtert den Alltag deutlich.
Der Anbieter sollte von der BaFin beaufsichtigt werden oder unter einem entsprechend regulierten Haftungsdach arbeiten. Dein Depot wird bei einer Partnerbank geführt, und die Wertpapiere gelten als Sondervermögen. Mehr dazu liest du weiter unten im Abschnitt zur Sicherheit.
Kinderdepot, Firmendepot, Gemeinschaftsdepot, Altersvorsorge-Lösungen oder ein persönlicher Ansprechpartner: Solche Extras können den Ausschlag geben, wenn du spezielle Anforderungen hast. Für viele Anleger ist der beste Robo Advisor deshalb derjenige, der alle benötigten Depotarten unter einem Dach anbietet.
Der deutsche Markt hat sich in den vergangenen Jahren konsolidiert. Einige kleinere Anbieter sind verschwunden, andere wurden von Banken übernommen. Die folgende Übersicht zeigt eine Auswahl etablierter Anbieter. Die genannten Gebühren sind Richtwerte laut Angaben der Anbieter zum Zeitpunkt der Recherche und können sich ändern. Bitte prüfe vor einer Entscheidung stets das aktuelle Preisverzeichnis.
| Anbieter | Strategie | Mindestanlage (ca.) | Servicegebühr p. a. (ca.) | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| Growney | Passiv, ETF-basiert | Sparplan ab 25 € | gestaffelt, rund 0,4–0,8 % | Sehr transparent, nachhaltige Variante, Kinderdepot |
| Quirion | Passiv, ETF-basiert | ab 25 € Sparrate | Basis kostenfrei bis Premium rund 0,48 % | Mehrfach ausgezeichnet, persönliche Beratung im Premium-Modell |
| Scalable Capital Wealth | Risikobasiert, dynamisch | ab 20 € Sparrate | rund 0,75 % pauschal | Gut integrierte App, Kombination mit Broker-Depot |
| Ginmon | Passiv, wissenschaftlich fundiert | ab 25 € Sparrate | rund 0,75 % | Steueroptimierung, Firmen- und Kinderdepot |
| Gerd Kommer Invest | Passiv, Faktor-Ansatz | höhere Einstiegsschwelle | rund 1 % (abhängig vom Volumen) | Fundierte Anlagephilosophie, inklusive Immobilien- und Faktor-ETFs |
| Liqid | Wealth-Management, teils aktive Elemente | eher ab fünfstelligen Beträgen | gestaffelt, sinkt mit Vermögen | Für vermögende Kunden, Zugang zu Private Markets |
| VisualVest | Fondsbasiert | ab 25 € Sparrate | rund 0,6 % | Tochter von Union Investment, auch Kinderdepot |
| Bevestor | ETF-basiert | ab 25 € Sparrate | rund 0,8 % | Angebot aus der Sparkassen-Finanzgruppe |
Growney gehört zu den bekanntesten unabhängigen Anbietern in Deutschland. Die Strategie ist klar passiv: Je nach Risikoprofil werden Aktien- und Anleihen-ETFs weltweit kombiniert. Ein Pluspunkt ist die hohe Transparenz, denn die verwendeten ETFs und deren Gewichtungen sind öffentlich einsehbar. Die Gebühren sinken mit steigendem Anlagebetrag. Für Einsteiger mit kleinen Sparraten und Anleger, die Wert auf Nachhaltigkeit legen, ist Growney eine ernsthafte Option. Ein ausführlicher Testbericht würde vor allem die einfache Bedienung und den unkomplizierten Einstieg hervorheben.
Quirion bietet ein gestaffeltes Modell mit einer kostenlosen Basisvariante und einer Premium-Version, die zusätzliche Beratung umfasst. Die Portfolios bestehen aus breit gestreuten Indexfonds, und auch nachhaltige Varianten sind verfügbar. Quirion zählt seit Jahren regelmäßig zu den Testsiegern in Fachmedien. Für viele Anleger, die einen preiswerten und gleichzeitig seriösen Anbieter suchen, könnte Quirion der beste Robo Advisor sein.
Scalable verfolgt einen eigenen Weg: Statt einer starren Aufteilung wird das Portfolio anhand eines Risikomodells laufend angepasst. Ziel ist es, die Verlustgefahr im gewählten Rahmen zu halten. In Phasen hoher Schwankungen wird der Aktienanteil reduziert. Die App ist modern und bietet die Möglichkeit, Robo-Depot und selbstverwaltetes Broker-Depot nebeneinander zu nutzen. Kritiker bemängeln, dass das Modell in schnellen Erholungsphasen hinter rein passiven Strategien zurückbleiben kann.
Ginmon setzt auf einen passiven, wissenschaftlich fundierten Ansatz und bietet zusätzlich eine automatische Steueroptimierung. Besonders interessant ist das Angebot für Familien und Unternehmer, da sowohl ein Kinderdepot als auch ein Firmendepot verfügbar sind. Wer mehrere Depotarten bei einem Anbieter bündeln möchte, findet hier eine durchdachte Lösung.
Gerd Kommer Invest basiert auf den Erkenntnissen des bekannten Buchautors und setzt neben klassischen Marktindizes auf Faktorprämien sowie eine Beimischung von Immobilien-Aktien. Liqid richtet sich an vermögende Kunden und kombiniert digitale Verwaltung mit Elementen des klassischen Wealth-Managements bis hin zu Private Equity. Beide sind eher für höhere Anlagebeträge interessant und bieten dafür einen umfangreicheren Service.
VisualVest gehört zur genossenschaftlichen Finanzgruppe, Bevestor zur Sparkassen-Welt. Beide bieten solide Lösungen für Anleger, die einem bekannten Bankhintergrund vertrauen. VisualVest arbeitet teilweise mit aktiv gemanagten Fonds des Mutterkonzerns, was die Kosten etwas erhöhen kann. Wer Wert auf eine etablierte Marke legt, findet hier ein verlässliches Angebot.
Die Wahl der Strategie ist mindestens genauso wichtig wie die Wahl des Anbieters. Selbst der beste Robo Advisor kann dir nicht helfen, wenn du eine Strategie wählst, die nicht zu deiner Risikotoleranz passt, und beim ersten größeren Kursrutsch in Panik verkaufst. Grob lassen sich drei Kategorien unterscheiden.
Defensive Portfolios bestehen überwiegend aus Anleihen und Geldmarkt-Produkten, der Aktienanteil liegt meist bei 10 bis 30 Prozent. Die Schwankungen sind vergleichsweise gering, dafür ist auch das Renditepotenzial begrenzt. Diese Variante eignet sich für kürzere Anlagehorizonte von etwa drei bis fünf Jahren oder für Menschen, die Verluste kaum verkraften können. Beachte allerdings: Nach Abzug von Inflation und Gebühren bleibt bei sehr defensiven Portfolios unter Umständen wenig reale Rendite übrig.
Ein ausgewogenes Portfolio kombiniert Aktien und Anleihen in etwa gleichen Teilen, häufig mit einem Aktienanteil zwischen 40 und 60 Prozent. Es bietet einen Kompromiss aus Wachstumschancen und Stabilität. Wer einen mittleren Anlagehorizont von sieben bis zehn Jahren hat und zwischenzeitliche Verluste von 15 bis 20 Prozent aushalten kann, ist hier meist gut aufgehoben.
Offensive Portfolios investieren zu 70 bis 100 Prozent in Aktien. Das langfristige Renditepotenzial ist am höchsten, gleichzeitig musst du mit deutlichen Schwankungen rechnen. In schweren Krisen wie 2008 oder Anfang 2020 sind Rückgänge von 30 bis 40 Prozent möglich. Für einen Anlagehorizont von 15 Jahren und mehr, etwa beim Vermögensaufbau für die Rente oder in einem Kinderdepot, ist eine offensive Ausrichtung häufig sinnvoll.
Einige Anbieter mischen Gold, Rohstoffe oder Immobilien-ETFs bei, um die Streuung zu verbessern. Gold gilt als Krisenwährung und entwickelt sich oft unabhängig von Aktien. Rohstoffe können in Inflationsphasen stabilisierend wirken, sind aber selbst sehr volatil. Immobilien-ETFs investieren in börsennotierte Immobiliengesellschaften und ergänzen das Portfolio um eine zusätzliche Anlageklasse. Solche Beimischungen sind kein Muss, können aber für manche Anleger ein Argument sein.
Ich empfehle, die Frage nach der Strategie mit einem einfachen Gedankenexperiment zu prüfen: Stell dir vor, dein Depot steht nach einem Jahr ein Drittel im Minus. Wenn du dann ruhig bleiben und weiter monatlich sparen würdest, kannst du eher offensiv anlegen. Wenn dich dieser Gedanke nachts nicht schlafen lässt, solltest du eine vorsichtigere Variante wählen. Die richtige Strategie ist die, an der du auch in schwierigen Zeiten festhältst.
Viele Vergleiche konzentrieren sich auf Rendite-Ranglisten. Diese sind jedoch mit Vorsicht zu genießen. Um zu verstehen, welcher der beste Robo Advisor für dich ist, solltest du Kosten und Performance-Angaben richtig lesen und einordnen können.
Ein Rechenbeispiel verdeutlicht die Wirkung: Legst du 300 Euro monatlich über 30 Jahre an und erzielst vor Kosten 6 Prozent Rendite pro Jahr, ergibt sich bei Gesamtkosten von 0,6 Prozent ein Endvermögen von grob 260.000 Euro. Bei 1,2 Prozent Gesamtkosten sind es nur noch rund 225.000 Euro. Der Kostenunterschied von 0,6 Prozentpunkten kostet dich also über 30.000 Euro.
Die meisten Anbieter ermöglichen den Einstieg bereits mit Sparraten von 20 bis 50 Euro. Einige verlangen für eine Einmalanlage einen höheren Mindestbetrag, etwa 500 oder 1.000 Euro. Premium-Angebote im Wealth-Segment starten teils erst bei fünf- oder sechsstelligen Summen. Wenn du mit wenig Geld beginnst, achte darauf, dass der gewählte Anbieter keine Mindestgebühr verlangt, die bei kleinen Beträgen prozentual stark ins Gewicht fällt.
Anbieter veröffentlichen meist die Wertentwicklung ihrer Musterportfolios oder realer Kundendepots. Wichtig ist, ob die Zahlen vor oder nach Kosten angegeben sind, über welchen Zeitraum gemessen wurde und welche Risikoklasse betrachtet wird. Ein offensives Portfolio wird in einem Aktien-Boom fast immer besser abschneiden als ein defensives, ohne dass der Anbieter deshalb besser wäre.
Achte bei Performance-Vergleichen auf folgende Punkte:
Vergangene Renditen sind keine Garantie für die Zukunft. Bei passiven Strategien unterscheiden sich die Ergebnisse vergleichbarer Portfolios ohnehin meist nur geringfügig, da alle ähnliche Märkte abbilden. Größere Abweichungen entstehen vor allem durch unterschiedliche Aktienquoten, Beimischungen und Kosten. Bei aktiven Strategien können die Unterschiede stärker ausfallen, sind aber schwer vorherzusagen. Deshalb sollte die Performance nur ein Kriterium unter mehreren sein. Wer den beste Robo Advisor allein nach der letzten Jahresrendite auswählt, läuft Gefahr, prozyklisch zu handeln und im falschen Moment zu wechseln.
Bei der Geldanlage über eine App fragen sich viele Menschen zunächst, wie sicher ihr Geld eigentlich ist. Die gute Nachricht: Seriöse Robo-Advisor in Deutschland unterliegen strengen Regeln, und dein Vermögen ist rechtlich gut geschützt.
Robo-Advisor benötigen eine Erlaubnis als Finanzdienstleistungsinstitut oder arbeiten als vertraglich gebundener Vermittler unter dem Haftungsdach eines lizenzierten Instituts. Die Aufsicht übernimmt in Deutschland die BaFin, teilweise in Zusammenarbeit mit der Bundesbank. Ob ein Anbieter zugelassen ist, kannst du in der Unternehmensdatenbank der BaFin selbst prüfen.
Dein Depot wird nicht beim Robo-Advisor selbst geführt, sondern bei einer Depotbank. Die ETFs und Fonds gelten als Sondervermögen. Das bedeutet: Selbst wenn der Robo-Advisor oder die Depotbank insolvent wird, gehören die Wertpapiere weiterhin dir und fallen nicht in die Insolvenzmasse. Lediglich Guthaben auf dem Verrechnungskonto ist über die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Kunde und Bank geschützt. Für Ansprüche gegen das Wertpapierinstitut selbst greift zusätzlich die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen.
Achte darauf, dass der Anbieter eine Zwei-Faktor-Authentifizierung für App und Web-Zugang anbietet. Deine persönlichen Daten sollten auf Servern innerhalb der EU verarbeitet werden. Seriöse Anbieter informieren transparent darüber, welche Informationen sie speichern und wofür sie diese nutzen.
Viele Robo-Advisor bieten ein Kinderdepot an. Das Depot läuft auf den Namen des Kindes, die Eltern verwalten es bis zur Volljährigkeit. Ein großer Vorteil ist der lange Anlagehorizont, der eine offensive Strategie mit hohem Aktienanteil ermöglicht. Zudem kann das Kind den Sparerpauschbetrag und den Grundfreibetrag nutzen, wodurch Erträge häufig steuerfrei bleiben. Bedenke aber: Das Geld gehört rechtlich dem Kind und darf nicht ohne Weiteres für andere Zwecke entnommen werden. Zudem kann ein größeres Kindervermögen Auswirkungen auf staatliche Leistungen wie BAföG haben.
Für GmbHs, UGs und andere Kapitalgesellschaften bieten einige Anbieter ein Firmendepot an. Überschüssige Liquidität, die nicht kurzfristig benötigt wird, kann so automatisiert angelegt werden. Steuerlich gelten für Kapitalgesellschaften andere Regeln als für Privatpersonen, etwa bei Dividenden und Veräußerungsgewinnen. Eine Abstimmung mit dem Steuerberater ist deshalb empfehlenswert. Für Unternehmer kann der beste Robo Advisor genau der sein, der Firmen- und Privatdepot in einer Oberfläche bündelt.
Eine allgemeingültige Empfehlung gibt es nicht, wohl aber klare Orientierungspunkte. Wer möglichst günstig und passiv breit gestreut anlegen möchte, findet bei Anbietern wie Quirion oder Growney ein starkes Angebot. Wer zusätzliche Depotarten wie Kinder- oder Firmendepot benötigt, sollte sich Ginmon genauer ansehen. Anleger mit größeren Vermögen und Interesse an einem umfassenden Wealth-Management sind bei Liqid oder Gerd Kommer Invest gut aufgehoben. Und wer ein dynamisches Risikomanagement bevorzugt, kann Scalable Capital in Betracht ziehen.
Unabhängig vom Anbieter gilt: Der größte Erfolgsfaktor bist du selbst. Wer früh beginnt, regelmäßig spart, die Kosten im Blick behält und in Krisen nicht in Panik verfällt, legt den Grundstein für einen soliden Vermögensaufbau. Ein Robo-Advisor nimmt dir dabei viel Arbeit ab, die Disziplin musst du aber selbst mitbringen. Nimm dir die Zeit, mehrere Angebote zu vergleichen und die Unterlagen genau zu lesen, dann findest du mit großer Wahrscheinlichkeit den beste Robo Advisor für deine persönlichen Ziele.
Für Anfänger eignen sich Anbieter mit niedriger Mindestanlage, transparenten Kosten und einer einfachen App. Quirion und Growney sind beliebte Einstiegsoptionen, weil du bereits mit kleinen Sparraten beginnen kannst und die Portfolios passiv, weltweit und breit gestreut sind. Wichtig ist vor allem, dass die gewählte Risikostufe zu deiner persönlichen Situation passt.
Bei den meisten Anbietern kannst du bereits mit einem Sparplan ab 20 bis 50 Euro monatlich starten. Für eine Einmalanlage liegt die Mindestanlage oft bei einigen Hundert bis 1.000 Euro. Premium-Lösungen im Wealth-Management-Bereich setzen teilweise deutlich höhere Beträge voraus.
Seriöse Anbieter werden von der BaFin beaufsichtigt, und deine Wertpapiere liegen als Sondervermögen bei einer Depotbank. Im Fall einer Insolvenz bleiben die ETFs dein Eigentum. Kursschwankungen und Verluste durch Marktentwicklungen sind allerdings nicht abgesichert, denn dieses Risiko gehört zu jeder Anlage in Aktien und Anleihen dazu.
In der Regel zahlst du eine jährliche Servicegebühr zwischen etwa 0,4 und 1 Prozent des verwalteten Vermögens. Hinzu kommen die laufenden Kosten der ETFs von meist 0,1 bis 0,3 Prozent. Ein- und Auszahlungen sowie Umschichtungen sind bei den meisten Anbietern bereits inklusive.
Ja, bei nahezu allen Anbietern kannst du dein Depot jederzeit ganz oder teilweise auflösen. Die Auszahlung dauert meist einige Werktage, da die Wertpapiere zunächst verkauft werden müssen. Beachte, dass ein Verkauf in einer Schwächephase des Marktes Verluste realisieren kann.
Ein selbst verwaltetes ETF-Sparplan-Depot ist günstiger, erfordert aber eigene Entscheidungen und Disziplin beim Rebalancing. Ein Robo-Advisor kostet etwas mehr, nimmt dir dafür Auswahl, Umschichtung und oft auch steuerliche Optimierung ab. Wenn du dich nicht selbst kümmern möchtest oder zu emotionalen Entscheidungen neigst, kann sich der Aufpreis langfristig auszahlen.
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